
aktuelle Ausgabe:
1. Tirdas 125
Die Ankunft Tirdas‘
Bedeutung des letzten Viertels für Argen
Mit dem Einzug des 1. Monats Tirdas beginnt erneut das Tirda-Viertel, die Zeit des Wassers. Traditionell steht diese Periode für Rückzug, Besinnung und Vorbereitung.
In vielen Dörfern werden die kleinen „Wasserlichter“ entzündet, Schalen mit Öl, die über Nacht brennen und das Haus vor Unheil bewahren sollen.
„Der Winter erinnert uns daran, dass alles ruht, bevor es im kommenden Jahr neu wachsen kann. Wasser ist Gedächtnis, es trägt die Erlebnisse des alten Jahres davon und gibt Raum für das Neue.“, so Tirda-Priesterin Asla von Vingard. Viele Argener nutzen diese Zeit, um alte Konflikte zu klären oder Versprechen einzulösen, bevor das neue Jahr beginnt.
Handelswege beeinträchtigt – Schneefall legt die Bergpässe lahm
Die frühen Schneefälle haben einige wichtigen Handelsrouten zwischen Hohenfurt und Nanweil vorübergehend unpassierbar gemacht.
Die Kaufmannsgilde warnt vor Lieferverzögerungen von Metallwaren und Kräuterbundsendungen. Die Baronien arbeiten an einer gemeinsamen Lösung, doch Experten rechnen damit, dass die Pässe erst im 2. Monat wieder stabil begehbar sind. Für die Bevölkerung bedeutet dies vor allem: Preise steigen leicht, aber keine Gefahr der Unterversorgung.
Regionale Schlagzeilen:
Nanweil: Rutschgefahr! Drei Kühe schlittern Berg hinab und prallen in das Postamt.
Fjordhavn: Der Stadtrat meldet: Das Mitführen von Eiszapfen, die eine Länge von 5 Zoll überschreiten, stellt nun offiziell einen Verstoß gegen das Waffengesetz dar und wird entsprechend geahndet.
Hollastein: öffentliche Feuerzauber bleiben trotz der Kälte weiterhin untersagt!
Zofingen: Gerüchten zufolge sei ein Troll am Brückengeländer der Eisernen Brücke festgefroren.
Hohenfurt: Ein Bauer meldet, eine Ziege habe ihm „den ganzen Stockfischvorrat für den Winter“ aufgefressen. In einer gerichtlichen Anhörung verweigerte die Ziege jedoch jegliche Aussage.
Trais: Der Metverbrauch war im vergangenen Monat bereits um ein Vielfaches höher. Offizielle Erklärung: „Es ist kalt.“
Tirda, Mutter des Wassers,
du, die Erinnerung trägt und alles Vergangene wäscht,
öffne unsere Herzen für Stille und Einkehr.
Wie der Schnee das Land bedeckt, so bedecke uns mit Frieden.
Nimm, was schwer war, in deine Tiefe,
und schenke uns Klarheit für das kommende Jahr.
Aus dir stammen wir, in dich fließen wir zurück
führe uns sicher durch den Winter.
Wiederbelebung alter Bräuche: Bedeutung der „Stillen Nächte“
In vielen Regionen Argens kehrt im Tirda-Viertel ein alter Brauch zurück:
die sogenannten Stillen Nächte.
Zwölf Nächte lang, vom letzten Vollmond des 2. Monats bis zur ersten Neumondsichel des 3. Monats, hält man inne, entzündet Wasserbecken, reinigt Haus und Hof und spricht kleine Dankgebete für das vergangene Jahr. Die ältesten Quellen verbinden diesen Brauch sowohl mit dem alten Glauben der Nordleute als auch mit dem neuen Elementarglauben. Heutzutage verstehen viele Argener die Stillen Nächte als Zeit der Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und dem, was im kommenden Jahr auf Argen erwachen wird.
POLITISCHE LAGE AUF ARGEN – WINTERBERICHT
Die politische Situation auf Argen bleibt auch im Tirda-Viertel angespannt.
Noch immer schwelt Unmut zwischen den südlichen Provinzen und Fürst Theobald, dessen Ansehen nach dem gescheiterten Festlandfeldzug geschwächt ist. Nanweil, Hohenfurt und Trais agieren zunehmend eigenständiger, zumindest hinter vorgehaltener Hand. Während die Hauptstadt Vingard Stabilität verkündet, berichten Händler von verzögerten Warenlieferungen, zusätzlichen Kontrollposten an einigen Wegen, und ungewöhnlich hohem diplomatischen Verkehr zwischen Nanweil und Trais. Offiziell weist der Hof alle Gerüchte zurück. Inoffiziell heißt es: „Der Winter bringt nicht nur Schnee, sondern Wahrheitsschärfe.“
DAS HUMORVOLLE TIRDA-HOROSKOP
(Basierend auf Geburtselement & Monat)
Geborene im 12. Monat – „Die Langsamen Strudel“
Erwartet im Winter eine ruhige Zeit. Vielleicht sogar zu ruhig. Achtet darauf, nicht einzuschlafen, wenn ihr eigentlich meditieren wolltet. Gute Zeiten für warmen Eintopf. Schlechte Zeiten für Leitern.
Geborene im 1. Monat – „Die Klaren Tiefen“
Ihr neigt dazu, alles zu überanalysieren. Selbst Schnee. Lasst es gut sein, der Schnee meint es nicht persönlich. Gute Chancen, ein verlorenes Objekt wiederzufinden.
Geborene im 2. Monat – „Die Sanften Wellen“
Romantische Chancen steigen. Vielleicht sogar mit völlig unerwarteten Menschen. Oder Fischen. Wir urteilen nicht. Passt auf eisige Pfützen auf: Ihr habt eine hohe Ausrutsch-Wahrscheinlichkeit.
Bei Beschwerden: Bitte wendet euch direkt an Tirda. Wir geben nur weiter, was uns das Wasser flüstert.

Ein wirklich gelungene ausgabe
D…S…A..T…F… HM. DAS MUSS MIR WOHL NÄCHSTES MAL JEMAND VORLESEN.
Wahrlich, ein gar wohlgeratene Ausgabe.Ich danke Euch für diese kundige Niederschrift~ Aurelia
sehr gelungene Ausgabe!
Ain Schundblatt wie es seit den „Nebelburger Neuigkeiten“ keines zu Argen gab.
Dem Trucker solle sain Papier sämptlich schlecht werden und abgehen.
„Ich wünschte, ich könnte Lesen.“
– Yurgasch
Immer wieder sehr informativ!
Dem kann ich nur beipflichten.